"Lasst uns einen Apfelbaum pflanzen"

Ein Beitrag für odersbach.de, erstellt und aufbereitet von Jan Kramer

Zum Auftakt des Lutherjahr 2017 wird ein Apfelbaum gepflanzt. (Bild: Heinz-Jürgen Deuster)
Zum Auftakt des Lutherjahr 2017 wird ein Apfelbaum gepflanzt. (Bild: Heinz-Jürgen Deuster)

„Wenn morgen die Welt unterginge würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“

Diesen Martin Luther zugesprochener Spruch hat die ev. Kirchengemeinde Weilburg zum Anlass genommen und am vergangenen Samstag an der Christuskirche in Odersbach einen Apfelbaum gepflanzt, der von der Kelterei Heil aus Laubuseschbach gespendet wurde. Viele Gäste und Helfer konnte Pfarrer Guido Hepke begrüßen.

In seiner Andacht ging er nicht nur auf die Tatsache ein, dass der erwähnte Spruch nicht nachweisbar aus der Feder Luthers stamme, sondern auch auf die bedeutenden Errungenschaften des großen Reformators. Die Reformation hatte nicht nur Einfluss auf das geistliche Leben, sondern sorgte auch für eine nachhaltige gesellschaftliche Entwicklung. Die Trennung von Staat und Kirche oder das Entstehen von Bürgerrechten, die unabhängig von Glauben, Geschlecht und Volkszugehörigkeit jedem Menschen zukommen, sind ebenfalls der Reformation zuzuschreiben. Über 400 Millionen Protestanten weltweit sind auch heute noch stark geprägt von dem reformistischen Wirken Luthers. Das Reformationsjubiläum 2017 wird daher weltweit gefeiert.

Das Lied „Eine feste Burg ist unser Gott“, das zweifelsfrei auf Martin Luther zurückzuführen ist, rundete die Andacht treffend ab. Die Frauenhilfe Odersbach hatte zudem leckeren Kuchen und Getränke vorbereitet so dass der gelungene Nachmittag im von den Frauen schön dekorierten Kirchenraum seinen Abschluss finden konnte. Möge der Baum wachsen und gedeihen und an die wichtigen Impulse der Reformation erinnern

(kpw)

(Text von Karl-Peter Wirth, Bilder von Heinz-Jürgen Deuster)